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Wissenschaftliche Politikberatung

“Beratungswissen unterscheidet sich vom üblichen wissenschaftlichen Wissen; es muss zugleich sachlich richtig und belastbar und es muss politisch nützlich und realisierbar sein.”*

Die wissenschaftliche Politikberatung hat sich als eine eigenständige institutionelle Ebene zwischen Wissenschaft und Politik etabliert. Zahlreiche Beiräte, Kommissionen und unternehmerische Berater nehmen mittlerweile Einfluss auf das politische Tagesgeschäft.

Dabei steht die wissenschaftliche Politikberatung oft vor einem Dilemma. Entweder erstellt sie “Gefälligkeitsgutachten” und bewirkt damit gesellschaftlich gar nichts. Oder sie bringt die meist unangenehme Wahrheit auf den Tisch und wird dann aufgrund “politischer Sachzwänge” irgnoriert.

Es stehen sich hier zwei völlig verschiedene Funktionslogiken gegenüber: Die des Machterhaltes und die der Wahrheit. Politik wird Wissen also immer mit einem strategischen Nutzenskalkül bewerten.

Diese Spannung überbrücke ich gerne mit Ihnen zusammen.

* Lektüreempfehlung: Weingart, Peter; Lentsch, Justus (2008): Wissen – Beraten – Entscheiden. Form und Funktion wissenschaftlicher Politikberatung in Deutschland. Weilerswist: Velbrück.